Brand am Kehlsteinhaus: Schwerer Verlust für das Berchtesgadener Land

Brand am Kehlsteinhaus: Schwerer Verlust für das Berchtesgadener Land

27.10.2026

Der Großbrand am Kehlsteinhaus hat eines der bekanntesten Ausflugsziele meines Wahlkreises weitgehend zerstört. Die Nachricht macht mich betroffen. Mein Dank gilt allen Einsatzkräften, die unter schwierigsten Bedingungen gegen die Flammen gekämpft haben.

In der Nacht vom 23. auf den 24. Oktober wurde das weltbekannte Kehlsteinhaus oberhalb von Berchtesgaden durch ein verheerendes Feuer schwer beschädigt. Für unsere Region ist das ein erheblicher Verlust. Menschen aus aller Welt besuchen diesen Ort, der historische Bedeutung mit einem außergewöhnlichen Blick auf die Berchtesgadener Alpen verbindet.

Das 1938 fertiggestellte Gebäude ist ein bauliches Zeugnis der NS-Zeit. Seine Erhaltung ermöglicht die Auseinandersetzung mit diesem Kapitel unserer Geschichte. Seit Jahrzehnten dient das Kehlsteinhaus zugleich als Berggaststätte und ist ein wichtiger Anziehungspunkt für den Tourismus im Berchtesgadener Land. Der Brand trifft deshalb auch die Menschen und Betriebe, deren Arbeit mit dem Ausflugsziel verbunden ist und die vom Tourismus in der Region leben.

Mittlerweile scheint sich der Verdacht zu erhärten, dass hinter dem mutmaßlichen Brandanschlag ein Linksextremist steckt. Bei einer Hausdurchsuchung beim derzeit Tatverdächtigen soll laut einer Meldung von BILD Antifa-Material gefunden worden sein. Inwieweit der Anschlag politisch motiviert war und ob es sich um einen Einzeltäter handelt, müssen die Ermittlungsbehörden nun ausforschen. Sollten sich diese Verdachtsmomente jedoch zu Tatsachen verdichten, wirft das ein erschreckendes Licht auf die Entschlossenheit der linken Szene in Deutschland, die zunehmend zu Gewalt und Terror überzugehen scheint. Das zeigen auch der mehrtägige Stromausfall im Berliner Südwesten im vergangenen Winter, der durch einen Antifa-Anschlag verursacht wurde, oder die brutalen Übergriffe der sogenannten Hammerbande.

Glücklicherweise wurde – zumindest bei diesem Anschlag – nach jetziger Kenntnis niemand verletzt. Rund 200 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz. Auf über 1.800 Metern Höhe erschwerten Wind, Schnee und die abgelegene Lage die Löscharbeiten erheblich. Mein besonderer Dank gilt den Feuerwehrleuten und allen weiteren Einsatzkräften. Ihr Mut, ihre Ausdauer und ihre Einsatzbereitschaft verdienen unsere Anerkennung.

Der angekündigte Wiederaufbau ist ein wichtiges Signal für das Berchtesgadener Land und seine Tourismuswirtschaft. Als Abgeordneter dieses Wahlkreises werde ich die weiteren Schritte aufmerksam begleiten. Mir ist wichtig, dass die betroffenen Betriebe eine verlässliche Perspektive erhalten und dieser geschichtlich bedeutsame Lernort wieder für Besucher zugänglich wird.



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christoph.birghan(at)bundestag.de

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